Paläozoische Stromatoporen waren viel poröser als gedacht

Stromatoporoid im Dünnschliff
Bildunterschrift: Dünnschliff-Foto einer Stromatopore (hyperkalzifizierter Schwamm) aus dem Silur von Gotland im Durchlicht (rechts, TL) und unter dem Fluoreszenzmikroskop (links, FL). Der orangefarbene Pfeil zeigt auf das Skelettmaterial der Stromatopore, der violette Pfeil auf eine Galerie und die weißen Pfeile auf ein Beispiel einer Mikrogallerie. Gelbe gestrichelte Linien markieren den Umriss von FRIC-Kristallen (Abbildung aus Dworczak et al. 2026, FACIES, Band 72, Nr. 18).

Moderne LEDs und digitale Bildverarbeitung in der Fluoreszenzmikroskopie ermöglichen die Darstellung von Skelettstrukturen, die in Dünnschnitten sonst nicht (oder nur sehr schwer) zu erkennen wären. Patrycja Dworczak, die derzeit als Postdoc bei uns am GZN in Erlangen tätig ist, hat gemeinsam mit ihren Co-Autoren diese Methode angewandt, um nachzuweisen, dass einige paläozoische Stromatoporen ursprünglich hochporöse Skelette besaßen. Der Artikel ist frei zugänglich und kann hier heruntergeladen werden:
https://link.springer.com/article/10.1007/s10347-026-00732-w