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Dipl. Geol. D. Kaufmann

Dipl. Geol. Dirk Kaufmann

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Lehrstuhl Geologie
GeoZentrum Nordbayern
Schlossgarten 5
D-91054 Erlangen
Tel: +49 (0)9131 85 26066
Email: dirk.kaufmann(at)fau(dot)de

 

Dissertationsthema

Dirk Kaufmann schreibt seine Doktorarbeit im Rahmen des BMBF-geförderten Projekt „PAGEFOUR: Der passive und der gescherte Kontinentrand vor Mosambik: Früher Zerfall Gondwanas und der rezente Einfluss des ostafrikanischen Riftsystems“ am Lehrstuhl für Geologie (Sedimentologie) unter Betreuung von Prof. Dr. Harald Stollhofen.

Projektzusammenfassung

Die Untersuchung des Übergangs vom passiven Kontinentrand Mosambiks zu einem gescherten Kontinentrand (Davie-Rücken) soll einen weiteren Baustein zum besseren Verständnis des Zerfalls Gondwanas liefern. Im Fokus steht hierbei die Bewegung Madagaskars von der pre-breakup Position vor der Küste N-Mozambiks, Tansanias und Kenias hin zu seiner heutigen Lage. In enger räumlicher Nähe ergeben sich attraktive Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Untersuchungsziele. Die interne Struktur des Davie-Rückens sowie die darüber gelagerten Sedimente lassen auf die zeitliche, räumliche und strukturelle Entwicklung des gescherten Kontinentrandes schließen.

Die Dissertation umfasst eine sequenzstratigraphische Analyse der angrenzenden Sedimentbecken (u.a. Morondava Becken, W-Madagaskar), welche bei der zeitlichen Einordnung der wichtigsten tektonischen und sedimentären Impulsen Anhaltspunkte liefern wird. Dabei wird eine Auswertung der ca. 4.300 Profilkilometer Reflexionsseismik sowie Sedimentecholot-Daten vorgenommen. Im Falle des Morondava Beckens beschränken sich wissenschaftliche Untersuchungen bisher auf den Bereich des madagassischen Festlandes (bspw. Geiger et al., 2004) und gerade für den offshore-Bereich fehlen Beschreibungen der Beckenfüllung. Die hochfrequenten Seismikdaten des Echolotes werden für die Untersuchung der quartären und rezenten Akkumulationen hinzugezogen. Des Weiteren lassen dadurch im Arbeitsgebiet auch die Auswirkungen des rezenten Auseinanderbrechens entlang des afrikanischen Kontinents beobachten und prüfen. Die Sedimente des Känozoikums können mit Angaben aus der DSDP-Bohrung 242 stratigraphisch eingestuft und verifiziert werden.

Heim, S., Lutz, R., Nelskamp, S., Verweij, H., Kaufmann, D., Reinhardt, L. (2013): Geological Evolution of the North Sea: Cross-border Basin – Modeling Study on the Schillground High. Energy Procedia, Issue 40, p. 222 – 231.