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Patrick Hänsel

M.A. Patrick Hänsel

Forschung

  • Die Gotländischen Bildsteine sind eine einzigartige archäologische Quelle zur germanisch-wikingischen Kultur in Skandinavien. Sie sind bekannt wegen ihrer oft detailreichen bildlichen Darstellungen der damaligen Menschen, ihrer Mythen, und vor allem wegen der Schiffsdarstellungen, die eine Rekonstruktion der berühmten Wikingerschiffe erlauben. Gotland selbst ist ein ehemaliges Riffareal aus dem Silur, welches noch in situ erhalten geblieben ist. Diese Ostseeinsel stellt ein einzigartiges Archiv für Organismen aus jener Periode dar, insbesondere für paläozoische Korallen. Das Spektrum der Fazies von den gotländischen Gesteinen umfasst nahezu alle Faziestypen. Die Diversität der Fossilien ist immens, weshalb Gotland für die geologisch-paläontologische Forschung von enormer Bedeutung ist. Diese silurischen Riffe und Meeresböden wurden schon in prähistorischer Zeit als Rohstoffquellen genutzt. Besonders die Kalksteine und Sandsteine wurden sowohl für die bronzezeitlichen Schiffsetzungen (schwedisch skeppsättningar) als auch für die eisenzeitlichen Bildsteine (schwedisch bildstenar) verwendet. Die exakten Rohmaterialquellen für die Bildsteine sind unbekannt. Ziel dieses Forschungsprojektes ist, diese Georessourcen mit Hilfe der Isotopendaten von Kohlenstoff, Sauerstoff und Strontium (δ13C, δ18O, 87Sr/86Sr) von den Aufschlüssen und von den Bildsteinen selbst, und anhand des Fossilgehalts und der Fazies zu identifizieren. Damit können Transportwege und -distanzen ermittelt werden, ob der nächste Aufschluss oder ein bestimmter Steinbruch am anderen Ende der Insel für den einen oder anderen Bildstein als Rohmaterialquelle diente.

  • seit Mai 2018 – Promovierender am GeoZentrum Nordbayern, Fachgruppe Paläoumwelt, Schwerpunkt Faziesanalyse, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

  • 2016-2017 – Archäologische Fachkraft in der Grabungsfirma BfAD Heyse GmbH & Co. KG in Schwarzach am Main

  • 2016 – Masterarbeit zum Thema „Die Mikrofossilien in den Silices der Erlanger Handstücksammlung. Untersuchungen zur Herkunft von Werkstücken in ausgesuchten Fundstellen des bayerischen Paläolithikums“

  • seit 2014 – Mitglied der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. in den Abteilungen Geologie und Vorgeschichte

  • 2013-2016 – Masterstudium Archäologische Wissenschaften, Schwerpunkt Ur- und Frühgeschichte, und Geowissenschaften als Nachbardisziplin, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

  • 2013 – Bachelorarbeit zum Thema „Die Artefakte aus dem Jungpaläolithikum von La Souquette in der Sammlung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg“

  • 2010-2013 – Bachelorstudium Archäologische Wissenschaften mit Vertiefung in Ur- und Frühgeschichte und Schlüsselqualifikationen in den Geowissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.