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Bachelor Geowissenschaften

Informationen zur Einschreibung für den Studiengang Geowissenschaften (Bachelor)

Eine Einschreibung zum Sommersemester 2018 ist nur bei Universitätswechsel innerhalb eines Studiengangs Geowissenschaften möglich. Nächstmöglicher Studienbeginn im Bachelor Geowissenschaften ist das Wintersemester 2018/19.

Die Einschreibung erfolgt:

1) Online über das Portal www.campo.fau.de; das Online-Portal ist ab Anfang Juni freigeschalten.

2) Persönlich bei der Studentenkanzlei in der Halbmondstraße 6, Zimmer 0.034. Die Termine für die persönliche Einschreibung bei der Studentenkanzlei finden Sie hier (zulassungsfreie Studienfächer).

Informationen zu Einführungsveranstaltungen an der FAU zum Studienbeginn WS2018/19 finden Sie hier.

Informationen zu Repetitorien (Crashkurs Chemie) finden Sie hier.

Für den Bachelorstudiengang Geowissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg gibt es aktuell keine Zulassungsbeschränkung in Form eines N.C.!

Das Studium kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden!

Petrologie-Geodynamik-Georessourcen (PG)

Diese Spezialisierungsrichtung befasst sich mit der Untersuchung geodynamischer Prozesse in der Erdkruste und des darunter liegenden Erdmantels, die grundlegend für das Verständnis der Entwicklung unseres Planeten sind. Hier spielen z.B. die Entwicklung von Magmen im Erdinneren und an aktiven Plattenrändern wie dem Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen einen bedeutende Rolle. Zudem sind die Konsequenzen von magmatischer Aktivität auf der Erde für den Menschen, die sich in Form von Vulkanausbrüchen zeigen Gegenstand der Forschung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von magmatischen Erzlagerstätten, im Hinblick auf ihre Bildung und die mögliche Exploration. Untersuchungsmethoden sind vor allem isotopengeochemische und gesamtchemische Analysen von Gesteinen.

Angewandte Sedimentologie-Georessourcen (AS)

Hier werden die Prozesse, die zur Bildung von Sedimentgesteinen und den in ihnen enthalten Lagerstätten von nichtmetallischen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Baustoffen wie Sand, Kies und Naturwerksteinen, sowie deren mögliche Exploration untersucht. Auch die Erforschung des regenerativen Energieträgers Geothermie ist ein Schwerpunkt. Hier werden die thermischen Eigenschaften von Gesteinen für die Nutzung zur Wärme- und Stromerzeugung im Bereich von oberflächennaher und tiefer Geothermie erforscht. Die ebenfalls in dieser Fachrichtung angesiedelte Isotopenchemie von Kohlenstoff und Sauerstoff lässt Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen bzw. Veränderungen in der Erdgeschichte zu.

Angewandte Geologie (AG)

Die Angewandte Geologie am GeoZentrum umfasst zwei Fachbereiche: die Ingenieurgeologie und die Hydrogeologie.

Der Schwerpunkt der Ingenieurgeologie in Erlangen liegt auf der Untersuchung von Georisiken in Form von Massenbewegungen (z.B. Hangrutschungen) in Mittelgebirgen und dem Alpenraum. Hier werden die mögliche Position, die Größenordnung und der Zeitraum in dem solche oft katastrophalen Ereignisse stattfinden untersucht. Als Untersuchungsmethoden werden beispielsweise Luftbildauswertungen, geodätische Vermessungen, direkte Bewegungsmessungen sowie boden- und felsmechanische Untersuchungen eingesetzt. Weitere Themen der Ingenieurgeologie sind z.B. Baugrunduntersuchungen, Tunnel- und Talsperrenbau, Geothermie, Altlastenuntersuchungen und Deponiebau.

Die Hydrogeologie befasst sich mit den Prozessen des Wasserkreislaufs auf unserer Erde. Dies beinhaltet Fragestellungen zur Dynamik von Grund- und Oberflächengewässern, Erhaltung und Sicherung der regionalen Wasserversorgung, Karsthydrogeologie und der Wasserchemie. Untersuchungsmethoden sind hier v.a. Isotopenanalysen und die Messung der Konzentrationen verschiedener im Wasser gelöster Ionen. Auch die mögliche Speicherung von CO2 im Untergrund ist ein Forschungsgebiet in der Hydrogeologie.

Angewandte Mineralogie (AM)

Die Erlanger Mineralogie ist angewandt ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bauchemie (Zementmineralogie), Hochleistungskeramik (z.B. Leuchtstoffe) und Calciumphosphat für die Anwendung als Knochenersatzstoffe. Es werden Reaktionsabläufe in mineralogischen Stoffsystemen und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften von Werkstoffen untersucht. Hauptuntersuchungsmethoden sind die Röntgendiffraktometrie und Kalorimetrie.

Paläobiologie/Paläoumwelt (PU/PB)

Die Paläobiologie befasst sich mit der Evolution der Biosphäre, von Ökosystemen in der Erdgeschichte und der Entwicklung des Lebens. Es wird untersucht, welche Umweltbedingungen und Prozesse für Veränderungen in Organismengemeinschaften ausschlaggebend sind. Dabei wird der Blick nicht nur auf die Ökosysteme in der Erdgeschichte gerichtet, sondern verstärkt auch die aktuellen Auswirkungen des Klimawandels auf die heutigen marinen Ökosysteme untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Karbonat-Sedimentologie, die Taxonomie mariner Fossilien und die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Neben geologischer und paläontologischer Geländearbeit wird die Forschung mit modernsten analytischen Methoden und statistischen Auswertungen großer paläobiologischer Datenbanken durchgeführt.

Die Regelstudienzeit im Bachelorstudiengang Geowissenschaften umfasst sechs Fachsemester. Der Studiengang ist vollständig modularisiert. Die Lehrveranstaltungen sind thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmt und bauen didaktisch sinnvoll aufeinander auf. In jedem Modul werden von den Studierenden Prüfungsleistungen abgelegt, die mit der dem Modul entsprechenden Anzahl an ECTS-Punkten nach dem European Credit Transfer System, angerechnet werden. Ein Studiensemester besteht aus 30 ECTS (ein ECTS-Punkt entspricht einer Arbeitsleistung von 30 Stunden), so dass insgesamt 180 ECTS-Punkte zum erfolgreichen Abschluss des Bachelorstudiengangs erforderlich sind.

Das Bachelorstudium besteht aus Pflicht-, Wahlpflicht-, Vertiefungs- und Nebenfachmodulen, sowie geowissenschaftlichen Seminaren und der abschließenden Bachelorarbeit. Der Studiengang umfasst eine Grundlagen- und Orientierungsphase von zwei Fachsemestern sowie eine anschließende Bachelorphase von vier Fachsemestern. In der Grundlagen- und Orientierungsphase werden in erster Linie die naturwissenschaftlichen Grundlagen in den Nebenfächern Chemie, Mathematik, Physik und Biologie, sowie erste Einblicke in die Geologie, Mineralogie und Paläontologie vermittelt. Nach dem ersten Jahr erfolgt eine Grundlagen- und Orientierungsprüfung. Sie gilt als bestanden, wenn folgende Module im Umfang von 25 ECTS-Punkten bestanden sind:

  • Grundlagen der Geowissenschaften I
  • Minerale und Gesteine
  • Chemie
  • Geowissenschaftliche Arbeitsmethoden I

In der anschließenden Bachelorphase finden die Vertiefung der geowissenschaftlichen Grundlagen und die gelände- und laborbezogene Ausbildung statt. Im fünften Semester wählen die Studenten aus den fünf angebotenen Spezialisierungsrichtungen drei Hauptfächer als individuelle Vertiefung aus und belegen ein Schlüsselqualifikationsmodul, das aus einer frei wählbaren Lehrveranstaltung der FAU oder einer speziellen Lehrveranstaltung am GeoZentrum ausgewählt werden kann.

Im 6. Semester dient die schriftliche, zweimonatige Bachelorarbeit abschließend dazu, die selbständige Bearbeitung von geowissenschaftlichen Fragestellungen zu erlernen. Die Ergebnisse der Bachelorarbeit werden dann im Rahmen eines geowissenschaftlichen Seminars durch einen Vortrag mit anschließender Diskussion vorgestellt.

Die Bachelorprüfung ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss des wissenschaftlichen Studiums. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen.

Als Schlüsselqualifikation im Bachelorstudiengang Geowissenschaften (5. Semester) können Sie Lehrveranstaltungen aus allen Fachbereichen an der Universität Erlangen-Nürnberg einbringen, solange diese mit 5 ECTS ausgeschrieben sind (z.B. Sprachkurse, Geländeübungen, Vorlesungen).

Nachfolgend finden Sie die für das Wahlpflichtnebenfach im Bachelorstudium Geowissenschaften wählbaren Veranstaltungen. Das Wahlpflichtnebenfach-Modul ist im Modulplan des Bachelorstudiengangs im 5. Semester vorgesehen.

 

Beachten Sie, dass die Lehrveranstaltungen nur jährlich angeboten werden! Daher sollten Sie Lehrveranstaltungen, die im WS angeboten werden, im 5. Semester und Lehrveranstaltungen, die im SoSe angeboten werden, im 4. Semester absolvieren!

 

Aktuell angebotene Wahlpflichtnebenfächer für Bachelorstudierende der Geowissenschaften mit jeweils 5 ECTS:

 

1. Strukturphysik und Kristallographie (SuK) (V), 2 SWS, 3 ECTS
Prof. Hock; im WS; Termine siehe UnivIS

 

+ Übungen zur Strukturphysik und Kristallographie (SuKÜb) (UE), 1 SWS, 2 ECTS
Prof. Hock; im WS; Termine siehe UnivIS; Anmeldung über Studon

 

2. Grundvorlesung PG (alto PO)/VL PG vertieft I (neue PO): Bodengeographie (G-VL-PG) (V)
2 SWS, 5 ECTS
Prof. Bäumler; im WS; Termine siehe UnivIS

optional: Tutorium: Grundvorlesung II PG; im WS; Termine siehe UnivIS

 

3. Organische Chemie, Grundlagen I (CC05) (V), 3 SWS, 5 ECTS
PD Dr. Lanig, Prof. Clark; im SS; Termine siehe UnivIS

 

optional: Unterstützungsseminar 1 (CC06) oder 2 (CC07) zur Organischen Chemie, Grundlagen I (UE)
im SS; Termine siehe UnivIS

 

4. Einführung in die Astronomie (NW-1) (V), 2 SWS, 3 ECTS
Prof. Wilms; im WS; Termine siehe UnivIS

+ Übungen zur Einführung in die Astronomie (UE NW-1) (UE), 1 SWS, 2 ECTS
im WS; Termine siehe UnivIS

5. Ökologische und systematische Diversität der Organismen A: Einführung in die Zoologie
(VorlZoo) (V)
, 2 SWS, 5 ECTS
Prof. Feigenspan, Dr. Schmidl; im WS; Termine siehe UnivIS

bei Interesse bitte Dr. Schmidl kontaktieren: juergen.schmidl@fau.de

7. Computing and data analysis in Geosciences, 5 SWS , 5 ECTS

Prof. Kießling, Prof. Steinbauer und Assistenten; Anfang WiSe, siehe Univis

Download Modulbeschreibung

8. Archäometrisches Seminar [ARCHSEM] (V), 2 SWS, 2,5 ECTS

Prof. Göbbels und Dr. Boss, im WiSE; Termine siehe Univis

Abkürzungen:
SoSe = Sommersemester; WiSe = Wintersemester
V = Vorlesung, UE = Übung

Die Bachelorarbeit kann frühestens nach Ende der Vorlesungszeit des fünften Fachsemesters und nach dem Erwerb von mindestens 120 ECTS-Punkten vergeben werden. Die erfolgreich abgeschlossene Bachelorarbeit entspricht einem Arbeitsaufwand von 12 ECTS-Punkten, die Präsentation der Bachelorarbeit im Rahmen eines Kolloquiums wird mit 3 ECTS-Punkten bewertet.

Der Bachelorstudiengang Geowissenschaften bereitet auf die Tätigkeiten in Industriebetrieben, Ingenieurbüros, Behörden und vergleichbaren Einrichtungen vor. Der Studiengang bildet die Grundlage für weiterführende Master- und Promotionsstudiengänge.

Studieninteressierte, die sich einen Überblick über das Basiswissen in der Geologie und die naturwissenschaftlichen Nebenfächer verschaffen möchten, seien auf folgende Literaturvorschläge verwiesen.

Nach § 29 der Bachelorprüfungsordnung Geowissenschaften gelten folgende Richtlinien zur Durchführung und Begutachtung der BACHELORARBEIT im Studiengang Geowissenschaften (Bachelor of Science):

      • Zur Vergabe der Bachelorarbeit sind die an der NatFak tätigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer (Betreuer) und hauptamtlichen habilitierten Arbeitsgruppenleitern/innen im derzeitigen GeoZentrum Nordbayern berechtigt; der Prüfungsausschuss kann Ausnahmen gestatten.
      • Die Studierenden sorgen spätestens zu Beginn des letzten Semesters der Regelstudienzeit dafür, dass sie ein Thema für die Bachelorarbeit erhalten. Thema und Tag der Ausgabe sind dem Prüfungsausschuss über das Prüfungsamt spätestens zum 1. April des jeweiligen Jahres mittels des dafür vorgesehenen Formulars zur Anmeldung einer Bachelorarbeit mitzuteilen.
      • Die Regelbearbeitungszeit der Bachelorarbeit beträgt zwei Monate. Eine Verlängerung ist nur in begründeten Ausnahmefällen durch den Prüfungsausschuss zulässig. Die maximale Verlängerungszeit beträgt 1 Monat.
      • Die Bachelorarbeit soll nach den Regeln des naturwissenschaftlichen Publizierens aufgebaut sein und aus den Kapiteln Zusammenfassung (auf 250 Wörter begrenzt), Einführung, Material und Methoden, Ergebnisse, Diskussion und Liste der Referenzen bestehen. Der Gesamtumfang der Arbeit soll 7000 Wörter (inklusive Referenzen, Legenden, Tabellen usw.) nicht überschreiten (Vorgabe des Prüfungsausschusses). Für das Titelblatt der Bachelorarbeit ist ein Mustertitelblatt zu verwenden.
      • Zwei gebundene Exemplare der Abschlussarbeit müssen zusammen mit der Erklärung des Betreuers zur Offenlegung und der BAföG-Erklärung im Prüfungsamt abgegeben werden.
      • Als Gutachter bestellt der Prüfungsausschuss alle hauptamtlichen Hochschullehrer/innen und hauptamtlichen habilitierten Arbeitsgruppenleiter/innen am GeoZentrum Nordbayern. Die Begutachtung der Bachelorarbeit erfolgt anhand des vom Prüfungsausschuss ausgegebenen Formblatt Gutachten

Oben stehender Text ist nur ein Auszug aus der aktuellen Prüfungsordnung zum Bachelor- und Masterstudiengang Geowissenschaften vom Februar 2017. Hier finden Sie alle weiteren Richtlinien und Regelungen für den Bachelorstudiengang und die Bachelorarbeit!

Aktuelle Prüfungsordnung: Februar 2016