Julian Wolf

Julian Wolf
Lehrstuhl für Endogene Geodynamik
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Projekt: Magmabildung und -entwicklung im Ägäischen Vulkanbogen: Auswirkungen auf Krustenwachstum und Arc migration
Die Subduktion der afrikanischen Platte unter die eurasische Platte in der Ägäis stellt ein hervorragendes Beispiel dafür dar, Subduktionsprozesse zu beobachten und besser zu verstehen. Seit der Kreidezeit wird die afrikanische Platte unter die eurasische Platte subduziert, wobei sich die Subduktionszone im Laufe der Zeit schrittweise nach Süden verlagert hat. In diesem Zusammenhang kam es wiederholt zu magmatischer Aktivität, bei der sowohl vulkanische als auch plutonische Magmen entstanden. Der Magmatismus in der Ägäis zeichnet sich durch stark variierende Zusammensetzungen aus, die auf unterschiedliche Mengen und Zusammensetzungen subduzierten sedimentären Materials zurückzuführen sind.
Zur Untersuchung dieser Variabilität werden Sr-, Nd-, Hf- und Pb-Isotopensysteme sowie die Gesamtgesteinszusammensetzung (Whole-Rock-Geochemie) der Magmen herangezogen, um die Bildungsprozesse der Subduktionsmagmen zu rekonstruieren. Sedimente weisen beispielsweise hohe Konzentrationen von Sr, Nd, Hf und Pb auf, und bereits geringe Anteile subduzierten sedimentären Materials können die Isotopenzusammensetzung des Mantels deutlich verändern.
Um die Petrogenese der verschiedenen Magmen im Ägäisbogen besser zu verstehen, ist es entscheidend, ihre primären Zusammensetzungen zu bestimmen und ihre zeitlichen sowie räumlichen Beziehungen zu tektonischen Prozessen zu untersuchen. Eine präzise Datierung der unterschiedlich zusammengesetzten magmatischen Gesteine im Ägäisbogen, beispielsweise mittels 40Ar/39Ar- oder U-Pb-Datierung an Zirkonen, ist dabei von zentraler Bedeutung, um magmatische Aktivitäten mit geodynamischen Ereignissen in Zusammenhang zu bringen.
Förderung: DFG-project
