Master Geowissenschaften

Informationen zur Bewerbung/Anmeldung für das Masterstudium

Die Anmeldung für den Master Studiengang Geowissenschaften erfolgt über das Portal campo.

Informationen zu den Bewerbungsfristen

Dem Antrag sind beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf
  • Abiturzeugnis
  • Zeugnis über den Abschluss gem. §30 Abs. 1 Satz 2 (Zeugnis, Transcript of Rexords, Diploma Supplement oder vergleichbare Dokumente) bzw. ein Transcript of Records im Falle des §30 Abs. 4
  • ein Motivationsschreiben, das eine Aussage zu folgenden Punkten enthalten soll:
    a. bisheriger Bildungsweg
    b. die darin enthaltene geowissenschaftliche Ausbildung
    c. welche Perspektiven mit dem MSc-Studiengang Geowissenschaften verbunden werden
    d. die Wahl des 1. und 2. Hauptfaches.

Das Masterstudium Geowissenschaften an der FAU kann jeweils zum Wintersemester begonnen werden.

Der Antrag auf Zugang zum Qualifikationsfeststellungsverfahren ist im Normalfall bis Mitte Juli für den Studienbeginn zum Wintersemester zu stellen.

Als Qualifikationswert gilt aktuell die Note 2,5.

Petrologie-Geodynamik-Georessourcen (PG)

Diese Spezialisierungsrichtung befasst sich mit der Untersuchung geodynamischer Prozesse in der Erdkruste und des darunter liegenden Erdmantels, die grundlegend für das Verständnis der Entwicklung unseres Planeten sind. Hier spielen z.B. die Entwicklung von Magmen im Erdinneren und an aktiven Plattenrändern wie dem Mittelozeanischen Rücken und Subduktionszonen einen bedeutende Rolle. Zudem sind die Konsequenzen von magmatischer Aktivität auf der Erde für den Menschen, die sich in Form von Vulkanausbrüchen zeigen Gegenstand der Forschung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung von magmatischen Erzlagerstätten, im Hinblick auf ihre Bildung und die mögliche Exploration. Untersuchungsmethoden sind vor allem isotopengeochemische und gesamtchemische Analysen von Gesteinen.

Angewandte Sedimentologie-Georessourcen (AS)

Hier werden die Prozesse, die zur Bildung von Sedimentgesteinen und den in ihnen enthalten Lagerstätten von nichtmetallischen Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Baustoffen wie Sand, Kies und Naturwerksteinen, sowie deren mögliche Exploration untersucht. Auch die Erforschung des regenerativen Energieträgers Geothermie ist ein Schwerpunkt. Hier werden die thermischen Eigenschaften von Gesteinen für die Nutzung zur Wärme- und Stromerzeugung im Bereich von oberflächennaher und tiefer Geothermie erforscht. Die ebenfalls in dieser Fachrichtung angesiedelte Isotopenchemie von Kohlenstoff und Sauerstoff lässt Rückschlüsse auf die klimatischen Bedingungen bzw. Veränderungen in der Erdgeschichte zu.

Angewandte Geologie (AG)

Die Angewandte Geologie am GeoZentrum umfasst zwei Fachbereiche: die Ingenieurgeologie und die Hydrogeologie.

Der Schwerpunkt der Ingenieurgeologie in Erlangen liegt auf der Untersuchung von Georisiken in Form von Massenbewegungen (z.B. Hangrutschungen) in Mittelgebirgen und dem Alpenraum. Hier werden die mögliche Position, die Größenordnung und der Zeitraum in dem solche oft katastrophalen Ereignisse stattfinden untersucht. Als Untersuchungsmethoden werden beispielsweise Luftbildauswertungen, geodätische Vermessungen, direkte Bewegungsmessungen sowie boden- und felsmechanische Untersuchungen eingesetzt. Weitere Themen der Ingenieurgeologie sind z.B. Baugrunduntersuchungen, Tunnel- und Talsperrenbau, Geothermie, Altlastenuntersuchungen und Deponiebau.

Die Hydrogeologie befasst sich mit den Prozessen des Wasserkreislaufs auf unserer Erde. Dies beinhaltet Fragestellungen zur Dynamik von Grund- und Oberflächengewässern, Erhaltung und Sicherung der regionalen Wasserversorgung, Karsthydrogeologie und der Wasserchemie. Untersuchungsmethoden sind hier v.a. Isotopenanalysen und die Messung der Konzentrationen verschiedener im Wasser gelöster Ionen. Auch die mögliche Speicherung von CO2 im Untergrund ist ein Forschungsgebiet in der Hydrogeologie.

Angewandte Mineralogie (AM)

Die Erlanger Mineralogie ist angewandt ausgerichtet. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bauchemie (Zementmineralogie), Hochleistungskeramik (z.B. Leuchtstoffe) und Calciumphosphat für die Anwendung als Knochenersatzstoffe. Es werden Reaktionsabläufe in mineralogischen Stoffsystemen und deren Einfluss auf die Materialeigenschaften von Werkstoffen untersucht. Hauptuntersuchungsmethoden sind die Röntgendiffraktometrie und Kalorimetrie.

Paläobiologie/Paläoumwelt (PU/PB)

Die Paläobiologie befasst sich mit der Evolution von Ökosystemen in der Erdgeschichte. Es wird untersucht, welche Umweltbedingungen und Prozesse für Veränderungen in Organismengemeinschaften ausschlaggebend sind. Dabei wird der Blick nicht nur auf die Ökosysteme in der vergangenen Erdgeschichte gerichtet, sondern verstärkt auch die aktuellen Auswirkungen des Klimawandels auf die heutigen marinen Ökosysteme untersucht. Weitere Schwerpunkte sind die Karbonat-Sedimentologie, die Taxonomie mariner Fossilien und die Paläoumwelt-Rekonstruktion. Neben geologischer Geländearbeit wird die Forschung mit modernsten analytischen Methoden und statistischen Auswertungen großer paläobiologischer Datenbanken durchgeführt.

Der Masterstudiengang Geowissenschaften ist ein auf zwei Jahre (4 Semester) angelegter Studiengang mit insgesamt 120 ECTS-Punkten. Er setzt sich aus zwei Hauptfächern, Ergänzungsfach- und Schlüsselqualifikationsmodulen sowie einem Wahlpflichtmodul zusammen. Die Hauptfächer und das Ergänzungsfach werden aus den angebotenen fünf Spezialisierungsrichtungen am GeoZentrum Nordbayern ausgewählt. Als Schlüsselqualifikation (SQ) werden fachlich orientierte Industriepraktika, Projektarbeiten, Kartierungen oder vergleichbare Tätigkeiten innerhalb und außerhalb der Universität anerkannt. Als Wahlpflicht-Modul stehen Vorlesungen nach aktueller Vorgabe aus der naturwissenschaftlichen Fakultät zur Auswahl.

Jedes Modul umfasst 5 ECTS-Punkte und wird mit einer Prüfung abgeschlossen.
Übersicht zu den Modulen im Masterstudium (Master-Studienplan)

Zu Beginn des Masterstudiums steht eine zweisemestrige Vertiefungsphase, in der die Studenten die beiden gewählten Hauptfächer, Ergänzungsfächer sowie im ersten Semester ein Wahlpflichtfachmodul und im zweiten Semester ein Schlüsselqualifikationsmodul belegen. In dieser Phase wird das fachliche und methodische Wissen vertieft bzw. erweitert.

In der anschließenden zweisemestrigen Forschungsphase liegt das Hauptaugenmerk in der praktischen Ausbildung der Studenten. Die Studenten bearbeiten in ihren jeweiligen Hauptfächern geowissenschaftliche Fragestellungen eigenständig im Labor und belegen beispielsweise Übungen zur Anwendung spezieller Software in den Geowissenschaften. Im vierten Mastersemester erstellen die Studenten ihre abschließende Masterarbeit und stellen diese abschließend in einem Masterkolloquium vor.
Ausführliche Modulbeschreibung der im Master wählbaren Hauptfächer (Modulhandbuch)

In der vorlesungsfreien Zeit kann jeweils ein Industriepraktikum oder eine Kartierung/Projektarbeit oder ein Modul Geländeübungen absolviert werden (Schlüsselqualifikation).

Begleitend zu den Lehrveranstaltungen haben die Studenten die Möglichkeit an Geländeveranstaltungen aus dem breiten Exkursionsangebot des GeoZentrums teilzunehmen. Nach erfolgreichem Abschluss wird der Titel Master of Science (M.Sc.) verliehen.

Die Berufsaussichten für Geowissenschaftler/innen sind aufgrund der Breite der Ausbildung im Studium und der Interdisziplinarität des Faches sehr gut. Je nach individueller Ausrichtung eröffnen sich über die Wahlmöglichkeiten und Spezialisierungen im Masterstudium eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsfelder. Der Masterabschluss erweitert die Berufsmöglichkeiten für Geowissenschaftler und ist oftmals Voraussetzung für Positionen im Projektmanagement. Zudem bildet der Masterabschluss die Grundlage für ein weiterführendes Promotionsstudium, das vor allem für einen weiterführende Tätigkeit in Forschungseinrichtungen und Universitäten Voraussetzung ist. Arbeitsplätze für Geowissenschaftler finden sich beispielsweise in:

  • Industrie- und Wirtschaftsunternehmen (z.B. Rohstoffexploration, Materialentwicklung, Gerätehersteller)
  • Ingenieurbüros und Beratungsfirmen (z.B. Baugrunderschließung, Tunnelbau, Talsperrenbau, Geothermie, Altlastensanierung)
  • Forschungseinrichtungen und Universitäten (z.B. Grundlagenforschung, Vorhersage von Naturkatastrophen, Gerätebetreuung)
  • Bildungseinrichtungen und Museen
  • Behörden und Ministerien (z.B. Wasserversorgung, Umweltschutz)

Als Schlüsselqualifikationsmodule SQ-1 und SQ-2 im Masterstudiengang Geowissenschaften (2. + 3. Semester) mit jeweils 5 ECTS können von den Studierenden folgende Veranstaltungen eingebracht werden:

1. Industriepraktika (4 Wochen) oder
2. Kartierungen (12 Tage)
3. Geländeübungen (12 Tage) oder
4. Projektarbeit oder vergleichbare Tätigkeit (4 Wochen)

    , die von einem zugelassenen Prüfer bewertet wird.

Nachzulesen unter:

Prüfungsordnung für den Bachelor- und Masterstudiengang Geowissenschaften an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Anlage 3, Unterpunkt 7: Studienplan Master Geowissenschaften „Modul Schlüsselqualifikationen“, S. 27

Für Studienanfänger ab dem WiSe 2016/2017 unter Fachprüfungsordnung für den Bachelorstudiengang Geowissenschaften (B.Sc.) und den Masterstudiengang Geowissenschaften (M.Sc.) an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – FPOGeo –, Anlage 4: Studienplan Master Geowissenschaften „Modul Schlüsselqualifikationen“, S. 25

Nachfolgend finden Sie die für das Wahlpflichtnebenfach im Masterstudium Geowissenschaften wählbaren Veranstaltungen. Das Wahlpflichtnebenfach-Modul ist im Modulplan des Masterstudiengangs im 1. Semester vorgesehen.

Beachten Sie, dass die Lehrveranstaltungen nur jährlich angeboten werden! Daher sollten Sie Lehrveranstaltungen, die im WiSe angeboten werden, im 1. Semester und Lehrveranstaltungen, die im SoSe angeboten werden, im 2. Semester absolvieren!

GIS Interessenten bitte hier klicken (GIS Angebote)

Aktuell angebotene Wahlpflichtnebenfächer für Masterstudierende der Geowissenschaften mit jeweils 5 ECTS:

WNF-1: Kristallographie und Strukturphysik, (a + b ergeben gesamt 5 ECTS)

a) Kristallographie und Strukturphysik für Geowissenschaftler und Chemiker (V), 2 SWS
Prof. Neder; im WiSe; Fr 10.15 – 11.45 Uhr, HD Staudtstr. 5

b) Übungen zu Kristallographie und Strukturphysik für Geowissenschaftler und Chemiker (UE), 2 SWS
Dr. Hock; im WiSe; Uhrzeit siehe UnivIS, 0.68 Seminarraum Werkstoffwissenschaften Martensstr. 5/7

WNF-2: Werkstoffwissenschaften

a) Keramische Werkstoffe in der Medizin (KERAMMED) (V), 2 SWS, 3 ECTS
Prof. Dr. rer. nat. Wolf; im WS; Termine siehe UnivIS

b) Glaskeramik (V), 1 SWS, 1.5 ECTS
PD. Dr. de Ligny; im WS, Anmeldung über Studon; Termine siehe UnivIS

c) Kolloquium, 0.5 ECTS

WNF-3: Informatik (a + b ergeben gesamt 5 ECTS)

a) Grundlagen der Informatik (GdI) (V), 2 SWS
wechselnde Dozenten; im WS; Termine siehe UnivIS

b) Tafelübungen zu Grundlagen der Informatik (TÜGdI) (UE), 2 SWS
im WS; Termine siehe UnivIS

WNF-4: Geographie

Grundvorlesung PG: Geomorphologie und Bodengeographie (G-VL I PG) (V), 2 SWS, 5 ECTS
Prof. Bäumler; im WS; Termine siehe UnivIS

WNF-5: Biologie 1

Morphologie und Anatomie der Organismen (AnfÜbNeb) (UE), 5 SWS, 5 ECTS
PD Dr. Huß, PD Dr. Lebert; im WS

Achtung Blockveranstaltung! Termin und Anmeldung siehe UnivIS

WNF-5: Biologie 2 (Biologische Freilandübungen) (a + b ergeben gesamt 5 ECTS)

a) Botanische Freilandübungen, 4 SWS
PD Dr. R. Stadler, Dr. J. Schmidl, Dr. E. Döring, Dr. R. Muheim-Lenz
im SS; Termine siehe UnivIS

b) Zoologische Freilandübungen, 1 SWS
PD Dr. R. Stadler, Dr. J. Schmidl, Dr. E. Döring, Dr. R. Muheim-Lenz
im SS; Termine siehe UnivIS

Modulbeschreibung

WNF-6: GIS

Aufgeführt unter GIS Angebote – siehe oben

Abkürzungen:
SoSe = Sommersemester; WiSe = Wintersemester
V = Vorlesung, UE = Übung

Letzte Änderung: September 2016

Das Thema der Masterarbeit muss bis spätestens zu Beginn des letzten Semesters und nach dem Erwerb von mindestens 50 ECTS-Punkten feststehen. Die erfolgreich abgeschlossene Masterarbeit entspricht einem Arbeitsaufwand von 25 ECTS-Punkten, die Präsentation der Masterarbeit im Rahmen eines Kolloquiums wird mit 5 ECTS-Punkten bewertet.

Der Masterstudiengang Geowissenschaften bereitet auf die Tätigkeiten in Industriebetrieben, Ingenieurbüros, Behörden und vergleichbaren Einrichtungen vor. Der Studiengang bildet die Grundlage für weiterführende Promotionsstudiengänge.

Nach § 32 der Prüfungsordnung Bachelor- und Masterprüfungsordnung Geowissenschaften gelten folgende Richtlinien zur Durchführung und Begutachtung der
MASTERARBEIT im Studiengang Geowissenschaften (Master of Science):

      • Masterarbeiten im Studiengang Geowissenschaften können von allen hauptamtliche Hochschullehrern/innen und hauptamtlichen habilitierten Arbeitsgruppenleitern/innen am GeoZentrum Nordbayern vergeben werden.
      • Die Studierenden sorgen dafür, dass sie ein Thema für die Masterarbeit erhalten. Thema und Tag der Ausgabe sind von der Betreuerin/dem Betreuer zu bestätigen und von den Studierenden mit beigefügten Formular im Prüfungsamt anzumelden.
      • Der Zeitraum für das Anfertigen einer Masterarbeit darf 6 Monate nicht überschreiten (eine Verlängerung um höchstens 3 Monate kann der Prüfungsausschuss nur in begründeten Ausnahmefällen zulassen).
      • Die Masterarbeit soll nach den Regeln des naturwissenschaftlichen Publizierens aufgebaut sein und aus den Kapiteln Kurzzusammenfassung, Einführung, Material und Methoden, Ergebnisse, evtl. Zusammenfassung, Diskussion und einer Liste der Referenzen bestehen (Vorgabe des Prüfungsausschusses).
      • Die Masterarbeit ist in deutscher Sprache oder mit Zustimmung der Betreuerin/des Betreuers in englischer Sprache zu verfassen.
      • Für das Titelblatt der Masterarbeit ist ein Mustertitelblatt zu verwenden.
      • Die Masterarbeit ist in drei gebundenen Exemplaren sowie in maschinenlesbarer, elektronischer Form (PDF-Dokument auf externem Datenträger) zum Abgabezeitpunkt zusammen mit der Erklärung des Studierenden zur Offenlegung und der BAföG-Erklärung im Prüfungsamt abzugeben.
      • In die Masterarbeit ist auch die Selbständigkeitserklärung mit einzubinden.
      • Zwei Exemplare der Masterarbeit werden vom Prüfungsamt an die Gutachter zur Begutachtung weitergeleitet.
      • Die Begutachtung der Masterarbeit erfolgt zu gleichen Teilen durch die Betreuerin/den Betreuer und einer/einem weiteren Gutachterin/Gutachter. Als Gutachterin/Gutachter bestellt der Prüfungsausschuss alle hauptamtlichen Hochschullehrer/innen und hauptamtlichen habilitierten Arbeitsgruppenleiter/innen am GeoZentrum Nordbayern (mögliche Benotung: 1,0 /1,3/1,7/2,0/2,3/2,7/3,0/3,3/3,7/4,0/5,0 = ungenügend).

Oben stehender Text ist nur ein Auszug aus der aktuellen Prüfungsordnung zum Bachelor- und Masterstudiengang Geowissenschaften vom Februar 2016. Hier finden Sie alle weiteren Richtlinien und Regelungen für den Masterstudiengang und die Masterarbeit!
Aktuelle Prüfungsordnung: Februar 2016