Gastwissenschaftlerin zu Besuch – Amanda Godbold, University of Southern California

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Amanda Godbold besucht vom 5. Mai bis zum 31. Juli 2018 die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Während ihres Aufenthalts wird sie die zeitlichen Veränderungen der Biodiversität in mehreren Abschnitten des Dachstein-Riffs vergleichen, um die ökologische Stabilität zu bewerten. Außerdem interessiert sie sich für die Erfassung der räumlichen Variabilität dieser Patch-Riffe.

Amanda untersucht marine Ökosysteme, die starker Umweltbelastung ausgesetzt sind, um das Konzept der Refugien besser zu verstehen. Der Begriff „Refugium” bezieht sich allgemein auf ein Ökosystem, das in Zeiten von Umweltbelastungen als Zufluchtsort dient. Dieses Konzept ist wichtig für das Verständnis der Erholung von Ökosystemen nach Massensterben und kann zur Stärkung moderner Naturschutzstrategien genutzt werden. Trotz der Nützlichkeit dieses Konzepts sind Refugien nach wie vor wenig erforscht, was vor allem auf das Fehlen einheitlicher Kriterien für ihre Identifizierung zurückzuführen ist. Diese Diskrepanz hat zu unterschiedlichen Interpretationen geführt, die eine Weiterentwicklung des Konzepts erschweren. Ihr primäres Forschungsinteresse gilt der Entwicklung und Erprobung von Parametern, mit denen sich ein Refugium in der Tiefenzeit genau identifizieren lässt. Dies erfordert einen multidisziplinären Ansatz, der geologische, geochemische, statistische, paläoökologische und ökologische Analysen umfasst. Darüber hinaus nutzt sie große paläobiologische und biologische Datenbanken, um eine umfassende Analyse der Biodiversität zu ermöglichen.