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Scientific Reports: LEG Team mit neuen Ergebnissen zum Azoren Plateau

Neue Ergebnisse zur Dehnung und zum Vulkanismus im Azoren Plateau

Ozeanische Plateaus mit bis zu 30 km dicker Kruste entstehen durch exzessive Aufschmelzung des Erdmantels und zeigen oft weiteren Vulkanismus in Zusammenhang mit Dehnung der Lithosphärenplatte. In ihrer Masterarbeit untersuchte Bettina Storch vom GeoZentrum Nordbayern eine 1,2 km mächtige Abfolge von Laven, die am Grabenrand des Terceira Rifts im Azoren Plateau aufgeschlossen ist und die während der Ausfahrt M128 des Forschungsschiffes Meteor beprobt wurde. Diese Magmen schmolzen in Tiefen von mehr als 90 km unter der Lithosphäre auf und ähneln damit Vulkaniten der kontinentalen Gräben. Die Lavenabfolge eruptierte zwischen 2,0 und 1,5 Millionen Jahren und das Alter und die Zusammensetzung der Basalte beweisen, dass sich große Vulkane auf dem Azoren Plateau erst spät gebildet haben. Danach öffnete sich das 35 km breite Terceira Rift, gefolgt vom Vulkanismus des João de Castro Seamounts, der bis heute andauert. Zusammen mit Karsten Haase, René Romer und Christoph Beier vom GeoZentrum Nordbayern sowie Kollegen der Oregon State University wurden die Ergebnisse dieser Studie in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.